Montag, 18. März 2013

Mosaik im Gäste-WC

Schon immer wollte ich auch in meinem Zuhause einige großflächige Mosaike haben. Blumentöpfe und andere Gegenstände kann man zwar auch super damit gestalten, aber nur bei großflächigen Mosaiken kann man sich, was Farben, Formen und vor allem verschiedene Materialien angeht, so richtig ausprobieren. Vor allem Mosaike im Stil von Hundertwasser, Gaudi und Nici de Saint-Phalle haben es mir angetan, der Materialmix und die Farbenfreude sind wirklich einmalig, und wer schon einmal in Barcelona war (der Park Güell ist einfach nur genial) oder etwas von Hundertwasser gesehen hat, weiß, was ich meine. 
Die einen finden es kitschig, ich finde es fantasievoll und unheimlich anregend. Realisierbar ist dies natürlich nur, wenn man ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung besitzt. So war es nur eine Frage der Zeit, bis ich nach unserem Umzug ins eigene Häuslein erste Versuche startete. Hilfreich war auch, dass vorher ältere Leute in dem Haus lebten und die Bordüren in dem Gäste-WC und Bad dementsprechend aussahen. Diese sollten natürlich nachher nicht mehr sichtbar sein, allerdings wollte ich auch nicht das komplette WC verändern, sondern nur die Bordüre und diverse Teilabschnitte. Die größte Überraschung ist die Zeit, die diese Arbeit in Anspruch nimmt, und das Unangenehmste ist sicherlich das Verfugen (auch wenn das Mosaik erst dann zur Geltung kommt). Vergessen darf man auch nicht den Materialverschleiß. Ich sammle seit ca. 2000 alles Mögliche an Material, was man zum Mosaiken benutzen könnte, in der Garage steht ein ganzer Wandschrank nur mit Mosaik-Sachen, und es ist unglaublich, wie viel man allein für diese kleine Fläche benötigt (insbesondere, wenn es viele unterschiedliche Elemente enthalten soll).
Am schönsten sind die Teile, die beim Betrachten immer Erinnerungen wecken: das selbstgetöpferte Herz der kleinen Maus mit MAMA-Schriftzug, der leider kaputt gegangene Deckel der geliebten Teekanne,die gelb-goldene Chinavase vom Trödel mit diversen Mustern, im Urlaub gesammelte Muscheln  und und und...... 












 
    Das Herz hat Sophie mal vor Jahren in ihrem ersten Töpferkurs gemacht :o).



Für den ersten Versuch fand ich das Gäste - WC gelungen. Doch dies sollte nur die Generalprobe für das eigentliche Bad sein :o) Doch dazu später einmal mehr...

Viele Grüße
Alexandra

Kommentare:

  1. Wow, wow, wow, magst du bei mir auch so ein Mosaik machen? :-) Hat sicher sehr viel Arbeit gemacht - sieht aber gigantisch aus. Wie lange warst du da dran?
    Ich trag mich jetzt mal als Leser bei dir ein :-)
    Liebe Grüße
    Silke

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  2. Hallo Silke,
    habe volle vier Tage gebraucht, aber das ging noch im Vergleich zum anderen Bad, da habe ich insgesamt (mit Vorarbeiten) eineinhalb Jahre bis zur Fertigstellung benötigt. Das langwierigste ist immer das Sammeln, damit man schön viel unterschiedliche Sachen zum Verarbeiten hat. Man benötigt schon eine Neigung zum Horten (und den dem ent-sprechenden Platz).
    Liebe Grüße
    Alex

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